Der Monolith in der Lagerverwaltung stirbt

Jörg Bakker

Jörg Bakker

Eine Beitragsserie zum Thema „Industrie 4.0“ in der (Intra-)Logistik

Lange, oft monatelange, Entwicklungs- und Implementierungszeiten für schwerfällige und überladene Lagerverwaltungssysteme (gleiches gilt im Übrigen auch für Enterprise-Ressource-Planning (ERP), Transport Management Systeme (TMS), etc.) gehören in naher Zukunft der Vergangenheit an. Ebenso die kundenseitige Bereitstellung entsprechender IT-Infrastruktur, insbesondere die Server-Hardware für Datenbanken und Lagerverwaltungssystem entfallen somit je nach Kundenwunsch auf ein Mindestmaß oder vollständig. Ebenfalls ändert sich das Lizenzmodell für die Systeme. Sie bezahlen nicht mehr enthaltene Funktionalität, welche zwar in ihrer standardisierten Software enthalten ist, jedoch aufgrund ihrer individuellen Logistik ungenutzt bleibt. Sie bezahlen nur noch was Sie nutzen und auch nur dann, wenn Sie es nutzen (z. B. Pay-per-Use-Modell).

Wie ist das möglich?

Alle logistischen Funktionen (Teilprozesse aus zum Beispiel Wareneingang, Kommissionierung, etc.) werden gekapselt und in kleinen „atomaren“ Funktionsbausteinen angeboten und bereitgestellt. Hierbei spricht man auch von Software-Agents oder Apps (Computerprogramme, welche zu eigenständigem und eigendynamischen Verhalten fähig sind). Diese befinden sich in der Cloud bei unterschiedlichsten App-Anbietern, derzeitigen Systemhäusern für Lagerverwaltungssoftware oder sogar Online-App-Supermärkten. Ebenfalls wird die Prozesskette direkt in der Cloud verarbeitet.

Die Vorarbeit – Einzelprozesse ermitteln und Prozessketten designen

Alles beginnt mit dem Logistik-Design oder auch der logistischen Anforderung. Eine funktionierende Logistik benötigt eine Konzeption und Planung der angestrebten logistischen Prozesse. Der interne oder externe Logistikplaner (IT-Consultant Logistik) entwirft die für jeden Kunden oder Dienstleister individuellen und maßgeschneiderten Einzelprozesse auf „atomarer Ebene“ sowie die resultierende Prozessverkettung und stellt diese in Form eines prozessorientierten Lastenheftes zur Verfügung. Die Erstellung des Pflichtenheftes mit dem Systemanbieter entfällt, da der Prozess auf funktionaler Ebene „Online“ übertragen und designt wird. Hierdurch ergibt sich außerdem ein weiteres Einsparungspotential, da mit der Umsetzung ihrer maßgeschneiderten Logistiklösung sofort begonnen werden kann. Ihr Planer kann Sie selbstverständlich auch in der Umsetzung des Gesamtvorhabens bis zur schlüsselfertigen Lösung unterstützen.

Logistics-Design-Software

Das zuvor geplante Logistik-Design des prozessorientierten Lastenheftes wird in einer Logistics-Design-Software (Cloud) und zugleich Framework abgebildet. Diese Logistics-Design-Software verfügt bereits über Schnittstellen zu unterschiedlichsten Software-Lieferanten und kann somit die wirtschaftlichste App (Preis-Leistungs-Verhältnis) für den benötigten Teil-Prozess der Prozesskette ermitteln, zur Verwendung vorschlagen und mit dem Teilprozess der Prozesskette verknüpfen.

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