Der Monolith in der Lagerverwaltung stirbt

Eine Beitragsserie zum Thema „Industrie 4.0“ in der (Intra-)Logistik

Autoren: Jörg Bakker und Heinz Willems

Lange, oft monatelange, Entwicklungs- und Implementierungszeiten für schwerfällige und überladene Lagerverwaltungssysteme (gleiches gilt im Übrigen auch für Enterprise-Ressource-Planning (ERP), Transport Management Systeme (TMS), etc.) gehören in naher Zukunft der Vergangenheit an. Ebenso die kundenseitige Bereitstellung entsprechender IT-Infrastruktur, insbesondere die Server-Hardware für Datenbanken und Lagerverwaltungssystem entfallen somit je nach Kundenwunsch auf ein Mindestmaß oder vollständig. Ebenfalls ändert sich das Lizenzmodell für die Systeme. Sie bezahlen nicht mehr enthaltene Funktionalität, welche zwar in ihrer standardisierten Software enthalten ist, jedoch aufgrund ihrer individuellen Logistik ungenutzt bleibt. Sie bezahlen nur noch was Sie nutzen und auch nur dann, wenn Sie es nutzen (z. B. Pay-per-Use-Modell).

Industrie 4.0 – Vision und Realität

Vision und Realität, dritter Teil.

Nach anfänglicher Euphorie der Industrie- und Logistikunternehmen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 der deutschen Bundesregierung, welches im Jahre 2011 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist diese im Jahr 2015 zum Teil „ins Stocken“ geraten.

Die Vision

Die im Zukunftsprojekt Industrie 4.0 beschriebenen Konzepte, Strategien und Maßnahmen bieten nach wie vor eine große Chance für Industrie und Logistik. Insbesondere sind hier klein- und mittelständische Unternehmen gefordert, um nachhaltig ihre Marktposition zu festigen und auszubauen. Es sind gerade die KMU, welche durch das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 profitieren können.

Industrie 4.0 – Wake up!

Mögliche Potenziale für kleine und mittelständische Unternehmen, zweiter Teil.

Die zukünftige Produktion wird auf wachsende individuelle Kundenansprüche sowie stärker werdende Absatzschwankungen auf nationalen und internationalen Märkten reagieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie wird im höchsten Maß flexibel, anpassungsfähig und reaktionsfähig sein müssen, um den komplexen Anforderungen der Kunden und Märkte nachzukommen. Einhergehend mit der Assimilation der Produktion werden sich auch Produkte ändern. Der Weg führt weg von Massenprodukten hin zu individuellen von Kundenwünschen geformten Produkten.

Das Lastenheft in der Logistik

Das Lastenheft beschreibt die funktionalen und quantitativen Anforderungen an ein Organisationssystem. Das Lastenheft z.B. für ein Lagerverwaltungssystem umfasst den Lieferumfang für Hard- und Software als Grundlage für die Angebotserstellung eines Softwarehauses. Das Lastenheft kann ebenfalls die Grundlage für die Auswahl einer Standardsoftware sein. Auf Basis des Lastenheftes erfolgt die Vergabe an ein Softwarehaus, das daraufhin im Rahmen des erteilten Auftrages ein Pflichtenheft als Grundlage für die Programmierung erstellt.

Der Logistikexperte als Testmanager

Mit zunehmender Komplexität der Informationstechnologie und damit verbundener Projekte in der Logistik steigen auch die Bedarfe und Anforderungen an das Testmanagement. Die zukunftsorientierten und komplexen Logistiksysteme müssen den steigenden Leistungsanforderungen in Qualität, Funktionalität, Zuverlässigkeit und Sicherheit gerecht werden. Neben der Beherrschung effizienter Programmiertechniken und IT-Architekturen sind umfassende, QS-orientierte Prozesse, Organisation und Methoden erforderlich.

Industrie 4.0 – Digitalisierung verändert Produktion und Logistik

Zukunftsprojekt Industrie 4.0 – dahinter stecken Ideen und Visionen, wie die Produktion von morgen – im Zeitalter der Digitalisierung – aussehen kann. Die zunehmend vernetzte Welt bedeutet einen strukturellen Wandel für Fertigung und Materialfluss. In der Intralogistik hat dieser Prozess längst eingesetzt. Automatisierung und Vernetzung gehören zum Alltag.

Die Intralogistik ist vielleicht nicht der Treiber für Industrie 4.0, mit ihrer Nähe zur Produktion in den unterschiedlichsten Branchen kommt ihr jedoch eine Schlüsselrolle zu. Dass die technischen Voraussetzungen und das Bewusstsein bei den Herstellern dafür vorhanden sind, haben die Beispiele hier gezeigt. Die Elemente für die weitere Evolution sind schon heute verfügbar und an den Technologien von morgen wird intensiv entwickelt.

Der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik repräsentiert im VDMA ca. 200 Mitgliedsunternehmen der Intralogistikbranche. Die Produkt- und Dienstleistungspalette der Hersteller umfasst unter anderem Flurförderzeuge, Identifikationstechnik, Kommissioniertechnik, Krane und Hebezeuge, Lagereinrichtung, Lagersysteme, Regalbediengeräte, Robotik, Software, Stetigförderer, Verpackungstechnik und Wägetechnik.

Quelle: VDMA

Effizientere Kommissionierung durch Multi-Order-Picking (Batch–Kommissionierung)

Multi-Order-Picking (ebenfalls als Batch-Kommissionierung geläufig) wird durch die Bildung eines konsolidierten Kommissionierauftrags, bestehend aus gleichen Produkten unterschiedlicher Einzelaufträge charakterisiert.

Durch diese Form der Kommissionierung wird innerhalb des Logistikzentrums nicht nur der quantitative Gesamtdurchsatz, sondern auch die Kommissionierleistung des Mitarbeiters angehoben.

Logistikplanung

Was ist Logistikplanung

Unter Logistikplanung wird, in Analogie zu anderen Planungsprozessen, ein auf der Grundlage unvollkommener Information durchgeführter, grundsätzlich systematischer Prozess zur Lösung von (Entscheidungs-) Problemen unter Beachtung subjektiver Ziele im Umfeld der Logistik verstanden.