Der Monolith in der Lagerverwaltung stirbt

Eine Beitragsserie zum Thema “Industrie 4.0” in der (Intra-)Logistik

Autoren: Jörg Bakker und Heinz Willems

Lange, oft monatelange, Entwicklungs- und Implementierungszeiten für schwerfällige und überladene Lagerverwaltungssysteme (gleiches gilt im Übrigen auch für Enterprise-Ressource-Planning (ERP), Transport Management Systeme (TMS), etc.) gehören in naher Zukunft der Vergangenheit an. Ebenso die kundenseitige Bereitstellung entsprechender IT-Infrastruktur, insbesondere die Server-Hardware für Datenbanken und Lagerverwaltungssystem entfallen somit je nach Kundenwunsch auf ein Mindestmaß oder vollständig. Ebenfalls ändert sich das Lizenzmodell für die Systeme. Sie bezahlen nicht mehr enthaltene Funktionalität, welche zwar in ihrer standardisierten Software enthalten ist, jedoch aufgrund ihrer individuellen Logistik ungenutzt bleibt. Sie bezahlen nur noch was Sie nutzen und auch nur dann, wenn Sie es nutzen (z. B. Pay-per-Use-Modell).

Industrie 4.0 – Wake up!

Mögliche Potenziale für kleine und mittelständische Unternehmen, zweiter Teil.

Die zukünftige Produktion wird auf wachsende individuelle Kundenansprüche sowie stärker werdende Absatzschwankungen auf nationalen und internationalen Märkten reagieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie wird im höchsten Maß flexibel, anpassungsfähig und reaktionsfähig sein müssen, um den komplexen Anforderungen der Kunden und Märkte nachzukommen. Einhergehend mit der Assimilation der Produktion werden sich auch Produkte ändern. Der Weg führt weg von Massenprodukten hin zu individuellen von Kundenwünschen geformten Produkten.

Industrie 4.0 und ihre Relevanz für die Intralogistik

Begriffe wie „Industrie 4.0“, „Internet der Dinge“, cyber-physische Systeme sind durch diverse Medien einer breiten Mehrheit in der Wirtschaft bekannt.

Eine echte Relevanz von Industrie 4.0 für klein- und mittelständische Unternehmen, speziell im Bereich Intralogistik, wird nicht wahrgenommen oder eher Konzernen zugeordnet. Auch der Nutzen für das eigene Unternehmen wird sehr unterschiedlich bewertet und mögliche Potenziale werden stark unterschätzt. Dies kann in Konsequenz ggf. zu marktwirtschaftlichen Einbußen und Nachteilen im nationalen und internationalen Wettbewerb führen.